beim Einladen der Hilfsgüter: Hans Ferstl, Ruth Müller und Angelika Thiel
SPD Pfeffenhausen überbrachte Spendengüter in die Hochwasserregion Deggendorf
beim Einladen der Hilfsgüter: Hans Ferstl, Ruth Müller und Angelika Thiel
SPD Pfeffenhausen überbrachte Spendengüter in die Hochwasserregion Deggendorf
Auf eine große Resonanz traf der Spendenaufruf der SPD Pfeffenhausen in der vergangenen Woche, für die Bevölkerung in den überschwemmten Regionen in Niederbayern zu spenden. Tagelang stand das Telefon nicht still und viele Kartons mit Kinderkleidung, Hygieneartikeln und Putzmitteln wurden bei den beiden Gemeinderäten Hans Ferstl und Ruth Müller angeliefert.
Während der Woche wurde bereits ein Teil der Kinderkleidung nach einem Hilferuf aus Passau für das dortige Kinderhilfswerk auf den Weg gebracht und am Samstag setzten sich die beiden stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Angelika Thiel und Ruth Müller selbst ans Steuer des von Hans Ferstl zur Verfügung gestellten Transporters, um den Hilfstransport im Landkreis Deggendorf abzugeben. Rund 25 Kubikmeter Ware wurde von den beiden Frauen an verschiedenen Stationen abgeliefert und vor Ort konnten sie sich ein Bild von der Situation machen.

Eine junge Familie, deren ganzes Haus unter Wasser steht, war bei der BRK-Hilfsstation am Bauhof in Hengersberg und deckte sich mit Kleidung und einem Kinderwagen ein. „Kein Dach über dem Kopf, kein Platz, an dem man sein wenig Hab und Gut unterbringen kann“, berichteten die Helfer an der Ausgabestelle von der Not der Leute, die immer wieder kommen, um ein paar Sachen abzuholen, die sie gerade benötigen. Hygieneartikel und Putzmittel gaben die SPD-Frauen bei der SPD-Einsatzzentrale ab, von dort werden sie von den Einsatzkräften zu den Häusern und Familien mitgenommen. Auch viel Babykleidung wurde angeliefert, die kleinen Größen werden an die Geburtshilfestation im Krankenhaus weitergeleitet, um die jungen Mütter dort zu unterstützen.
Auch Niederalteich war stark vom Hochwasser betroffen, ganze Siedlungen standen unter Wasser und mussten evakuiert werden. An den Bäumen und Sträuchern, an den Straßenschildern und Zäunen konnte man erkennen, wie hoch das Wasser gestanden ist.
Das Ortstaferl ist noch immer schlammbespritzt - in den Häusern wird ausgeräumt:

Der Fluss führt noch immer Hochwasser, die Bäume stehen noch im Wasser:

Der Kindergarten ist noch immer geschlossen, ab Montag werden die Kinder in privaten Räumen betreut. Das Material dort ist wohl verloren, so der SPD-Kreisvorsitzende Ewald Straßer aus Hengersberg. Für die Kindergartenkinder und Grundschüler kommt deshalb die Warenspende mit mehreren Schachteln Schreib-, Bastel- und Lernmaterialien sicher wie gerufen. Die BRK-Helfer haben sich bereit erklärt, dies vorläufig in ihren privaten Garagen einzulagern, bis Schule und Kindergarten wieder bezugsbereit sind und dann die Ausstattung zu übergeben. Auch eine private Geldspende konnte die SPD Pfeffenhausen übermitteln.
„Die Arbeit in den letzten Tagen hat sich gelohnt“, waren sich Ruth Müller und Angelika Thiel einig. Ihr Dank gilt den Pfeffenhausener Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Spendenbereitschaft den Transport erst möglich gemacht hatten. Aber es wird vor Ort wohl noch viel Hilfe nötig sein, um die Dörfer und Häuser wieder lebenswert zu machen.

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