Ein Zeichen setzen

Veröffentlicht am 27.02.2012 in Presse

MdL Florian Ritter, Ruth Müller und Hubert Wittmann vom SPD-AK Labertal

Ein eindrucksvolles Zeichen gegen nationalsozialistisches Gedankengut und Rechtsextremismus setzten am Samstag Mittag rund 1.500 friedlicheDemonstranten, die erschienen waren, um gegen den angekündigten Naziaufmarsch "Flagge und Gesicht" zu zeigen.

Der SPD-AK Labertal beteiligte sich auch an der Gegendemonstration und auf dem Bahnhofsverladeplatz trafen der SPD-Vorsitzende aus Aufhausen, Hubert Wittmann und die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller, stellvertretende Sprecherin des SPD-AK Labertal den Landtagsabgeordneten Florian Ritter, der auch zur Kundgebung
erschienen war. Der 49jährige Abgeordnete ist Sprecher der SPD- Fraktion für die Bekämpfung des Rechtsradikalismus. Und er hielt bei der ersten Kundgebung am Bahnhof eine Rede, in der er klar machte: "Nazis sind hier nicht willkommen - Schleicht´s Eich!"

In den vergangenen Jahren wurden rechtsextremistischer Terror oft als
Einzelphänomen dargestellt. Erst mit Bekanntwerden der Mordserie der Nazi-Terrorgruppe, die 10 Menschen ermordet hatte, ist vielen Verantwortlichen klar geworden, dass es sich hier durchaus um organisierte Gruppen handelt.

Seit 1990 seien in Deutschland mindestens 180 Menschen durch rechtsextreme Gewalt und Hassverbrechen gestorben. Ein NPD- Verbot sei unumgänglich, so MdL Florian Ritter. Diese Partei wolle die demokratische Verfassung beseitigen und einen Unrechtsstaat einführen.
Über die Finanzmittel der Landtagsfraktionen würden auch in anderen
Bundesländern Strukturen aufgebaut. Dies gelte es zu verhindern.

Neben einem NPD-Verbot sei aber auch wichtig, dass Demokratie-Erziehung in den Schulen ein stärkeres Gewicht bekomme und dass Projekte, die eine positive Einstellung zur Demokratie vermitteln, gefördert werden.

Mit diesem Protest gegen den Naziaufmarsch würden die Menschen hier zeigen, dass sie für ein Miteinander der Religionen und Kulturen stehen und für ein vielfältiges Bayern.

"Jeder einzelne Satz unserer Verfassung, jede Freiheit, die wir heute in
Anspruch nehmen können, wurde mit dem Leben und der Freiheit unzähliger Menschen bezahlt. Dieses Erbe gilt es durch uns zu bewahren", so MdL Ritter.

Der SPD-AK Labertal beschäftigt sich seit seiner Gründung im Jahr 2008 mit dem Thema Rechtsextremismus und hat in zahlreichen Schulen und Kirchen der Region gemeinsam mit anderen Verbänden oder Institutionen Ausstellungen und Veranstaltungen über die Historie und die Gefahren des Rechtsextremismus organisiert. "Wir werden auf künftig nicht zulassen, dass Leute unsere Demokratie infrage stellen, die aus der Vergangenheit nichts gelernt haben", so Ruth Müller.

Hubert Wittmann aus Aufhausen bekräftigte, dass es für ihn selbstverständlich gewesen sei, die Landshuter Bürger und Bürgerinnen zu
unterstützen und "Gesicht gegen Rechts" zu zeigen. Schließlich sei das nur 10 km entfernte Geiselhöring ebenfalls ein Zentrum der rechtsradikalen Szene mit dem Wikinger-Versand. Und auch hier sei man froh, wenn Unterstützung im Kampf gegen braune Wiedergänger komme.

 

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