Weihnachtsrede 2019

Veröffentlicht am 21.12.2019 in Presse

Rede der Fraktionsvorsitzenden Ruth Müller, MdL bei der letzten Gemeinderatssitzung am 17.12.2019

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,

das ist unser letzter Jahreswechsel in der aktuellen Sitzungsperiode. In einem Jahr werden hier andere und vor allem mehr Akteure im Marktgemeinderat sitzen und Bilanz ihres ersten Jahres ziehen.

Deshalb habe ich noch einmal nachgeschaut, womit wir eigentlich vor fünf Jahren angefangen bzw. geendet haben, denn man macht so vieles und am Ende wird all das, wofür man gearbeitet, gestritten und gekämpft hat, als selbstverständlich angesehen.

In den Weihnachtsreden 2014 haben wir uns alle gefreut, dass das neue Seniorenheim bezogen wurde. Und die Kinderkrippe fertiggestellt wurde.

Im Landkreis hatten wir mit dem LEADER-Programm begonnen, das wir auch in der Gemeinde umsetzen wollten. Damit fühlten wir uns für die Zukunft gut gerüstet.

"Tempora mutantur nos et mutamur in illis" – möchte man da rufen, denn es ist tatsächlich so, dass sich „Die Zeiten ändern, und wir ändern uns in ihnen“.

Und all diesen Änderungen der Gesellschaft, des Bevölkerungszuwachses und einer anderen Arbeitswelt müssen wir in der Kommunalpolitik Rechnung tragen. Der Bau von Kinderkrippen, der Ausbau der Ganztagsbetreuung, das schnelle Internet sind Aufgaben, die in der Kommunalpolitik, in der ich vor 30 Jahren begonnen habe, keine Rolle gespielt haben.

Da wurde leidenschaftlich über den Sinn und Unsinn von Radwegen gestritten und das Volksbegehren „Das bessere Müllkonzept“ rief Kopfschütteln bei etablierten Politikern und Politikerinnen (gab es damals noch weniger als heute) hervor. Es ist gerade einmal 30 Jahre her, dass die Mülltrennung eingeführt wurde!

Und heute haben wir ähnliche Diskussionen, wenn es um Themen wie Artenschutz, Nachhaltigkeit und Flächensparen geht.

Die Kommunalpolitik ist immer nah an den Bürgerinnen und Bürgern. Nirgends wird so unmittelbar Politik erlebt, wie in der eigenen Kommune.

Und nirgendwo sonst kann man Politik selbst besser machen statt es am Stammtisch besser zu wissen.

In drei Monaten finden die Kommunalwahlen statt und wir alle wissen, dass es nicht reicht, auf das Gelungene zurückzublicken, denn das wird als selbstverständlich wahr genommen.

Trotzdem darf man am Jahresende und am Ende einer Legislaturperiode auch daran erinnern, was sich in den letzten fünf Jahren in unserer Gemeinde verändert und verbessert hat.

Neue Aufgaben für den neuen Gemeinderat gibt es genügend, denn die Zeiten ändern sich und wir ändern uns in ihnen.

Ich wünsche uns, dass wir alle Änderungen mit Zuversicht angehen und auch in den nächsten Monaten im Wahlkampf den wertschätzenden, humorvollen und konstruktiven Umgang miteinander behalten, der sich in unserem Gremium in den letzten Jahren entwickelt hat.

Mein Dank gilt im Namen der SPD-Fraktion den Beschäftigten der Gemeinde, den Bürgermeistern und dem Kollegium. Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr.

Ruth Müller, MdL

- es gilt das gesprochene Wort -

 

 

 

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