
Geiselhörings Ortsvorsitzender Johannes Faden und die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller im Gespräch
Letzte Station der Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Geiselhöring

Letzte Station der Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Geiselhöring
Am Montag Abend lud der SPD-Ortsverein Eltern, Bürger und Mandatsträger zur Eröffnung und gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ in die Volksschule Geiselhöring ein. Der Ortsvereins freute sich neben MdL Reinhold Perlak, der Landshuter Kreisvorsitzenden Ruth Müller und dem 3. Bürgermeister der Gemeinde Perkam, Erich Reindlmeier, zahlreiche Eltern und Bürger sowie den evangelischen Pfarrer von Geiselhöring, Herrn Ulrich Fritsch, begrüßen zu dürfen. „Die zahlreiche Teilnahme zeigt die Aktualität dieses Themas und den Handlungsbedarf gegen Rechtsradikalismus in unserer Gemeine und in der ganzen Region“, so der SPD-Ortsvereins-Vorsitzende Johannes Faden in seiner Begrüßung. Besonderen Dank richtete Faden an die Leitung der Geiselhöringer Volksschule, die den Rechtsradikalismus als gesellschaftliches Problem ernst nimmt und an den SPD-Arbeitkreis Labertal, der die Ausstellung federführend in einer Ausstellungsreihe quer durch die Region Labertal organisiert hat.
Großen Anklang bei den Besuchern fand die Möglichkeit, mit den SPD-Mandatsträgern und dem evangelischen Pfarrer über den Inhalt der Ausstellung zu diskutieren. MdL Reinhold Perlak verwies in seinem Resumé zur Ausstellung auf die Notwendigkeit, kontinuierlich gegen rechte Strukturen vorzugehen: „Die demokratischen Kräfte in unserer Gesellschaft müssen laufend daran arbeiten, nationalsozialistisches Gedankengut zu bekämpfen. Die Ausstellung ist hierbei ein wichtiger Baustein um Schüler und Eltern darüber aufzuklären, wie die braune Szene funktioniert und den extremen Rechten klar entgegen zu rufen: Wir sehen nicht weg, wir stehen dagegen!“. Reinhold Perlak stellte in seiner eindrucksvollen Ausführung im Zusammenhang mit den rechtsextremistischen Parolen immer wieder die Frage: „Wann wird man je versteh´n?“, frei nach dem bekannten Antikriegslied, und gab am Ende das Ziel aus, um dass sich alle demokratischen Kräfte bemühen müssen: „Ja, wir haben verstanden!“
An die Politik stellten die Bürgerinnen und Bürger die klar definierte Forderung, sich weiter für das strikte Verbot von Spielen, Musik und anderen Symbolträgern mit rechtsextremen Gedankengut einzusetzen und dies nicht nur in Bayern, sondern europaweit, „denn es kann nicht sein, dass die Sachen bei uns verboten sind und gleich hinter der offenen Grenze zu Österreich frei verkauft werden dürfen“, so ein besorgter Vater. Auch die strikte Ahndung von vermeintlich „kleinen“ Verstößen, wie Hakenkreuzschmierereien oder antisemitischen Parolen wurde von den Eltern gefordert. Doch hier seien gerade die Kommunalpolitiker und jeder einzelne gefordert, auch am Stammtisch, klar Position gegen Rechtsextremismus zu beziehen. Eine weitere Forderung nahm MdL Reinhold Perlak gerne mit nach München: „Rechtsextremismus muss fester Bestandteil des Unterrichts werden, „es kann nicht sein, das sich die Schule erst ernsthaft mit dem Thema befasst, wenn eine Organisation von außen eine solche Ausstellung an die Schule holt.“
Den regen Zuspruch zur Ausstellung „Rechtsradikalismus in Niederbayern“ und die engagierten Anregungen aus der Geiselhöringer Bevölkerung werten SPD-Arbeitskreis und Ortsverein als Auftrag, weiter zu machen in der Arbeit gegen Rechtsextremismus: „Wir werden im Schulterschluss mit Kirche, Vereinen und mit dem Runden Tisch gegen Rechts weiter Aufklärung leisten“ verspricht Rainer Pasta, Sprecher des Arbeitskreises Labertal. Für die kommenden Wochen nach den Ausstellungen in den vier Labertalgemeinden – Saal, Pfeffenhausen, Neufahrn und Geiselhöring - kündigte Pasta Gespräche mit Lehrern, Schülern und Eltern an, um die Wirkung der Ausstellung zu erfahren und weiteren Informationsbedarf zu ermitteln.
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