Viel Sonne auf dem Dach punktet bei der Bundesliga

Veröffentlicht am 19.06.2010 in Presse

Gemeinde Pfeffenhausen erzielt Spitzenplatz bei der Meisterfeier

Auf der Münchner Messe „Intersolar“ fand die Meisterfeier der Solarbundesliga statt. Seit 10 Jahren existiert diese Bundesliga und seit 8 Jahren „spielt“ auch die Gemeinde Pfeffenhausen ganz vorne mit. Bei der Meisterfeier konnte Gemeinderätin Ruth Müller für die Gemeinde Pfeffenhausen eine Urkunde aus den Händen von Andreas Witt von den „Solarthemen“ entgegen nehmen.

Mit 713 Punkten erreicht Pfeffenhausen bundesweit Platz 36 von 1.588 teilnehmenden Kommunen. In der Landkreiswertung belegt Pfeffenhausen nach Schalkham und Aham Platz 3 der Wertung. „2001 hatte der Bund Naturschutz Pfeffenhausen eine Fotoausstellung über die Nutzung regenerativer Energien initiiert“, berichtete Ruth Müller bei der Meisterfeier. Damals sei sie – mit ihrem Sohn auf dem Fahrradsitz – durch die Gemeinde geradelt und habe verschiedene Häuser mit Solarthermie- und Photovoltaikanlagen fotografiert und die Daten erfasst. Bei einer Foto-Ausstellung in der Sparkasse Pfeffenhausen habe man dann die Werbetrommel für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien gerührt und auf die Fördermöglichkeiten hingewiesen.

2002 habe die SPD den Antrag im Gemeinderat gestellt, die gesammelten Daten als Grundlage für die Meldung zur Solarbundesliga zu verwenden, was mit einer knappen Mehrheit beschlossen wurde. 2002 hätte man einen Stand von 23 Punkten erreicht, was Platz 34 bedeutete. Allerdings waren damals gerade einmal 223 Kommunen deutschlandweit gemeldet. Acht Jahre lang sammle man nun in der Gemeinde schon die Daten der installierten PV- und Solarthermie-Anlagen, so Ruth Müller, was sich auch in der guten Gesamtwertung Pfeffenhausens in der Solarbundesliga bemerkbar mache. Die installierten Anlagen werden in Quadratmeter Solarthermie pro Einwohner bzw. bei Photovoltaik in Watt pro Einwohner umgerechnet, sodass die Vergleichbarkeit zwischen den Kommunen möglich sei. Großanlagen, wie die Freiflächenanlage bei Egglhausen unterliegen der Kappungsgrenze und erhalten maximal 40 Punkte.

Neben der Punktebewertung seien allerdings auch zwei andere Merkmale für die Teilnahme an der Solarbundesliga von Bedeutung, so Müller: Zum einen trage jeder Quadratmeter Solarthermie dazu bei, von fossilen Brennstoffen unabhängiger zu werden. Gerade die Ölkatastrophe von BP im Golf von Mexiko mache das Risiko der althergebrachten Brennstoffe deutlich. Zum anderen werde auch viel Geld in der Region investiert. In der Gemeinde Pfeffenhausen sind mittlerweile rund 11 Megwatt-Peak an installierter Leistung durch Photovoltaik vorhanden, was einem Investitonsvolumen von rund 42 Millionen Euro entspricht.

Neben dem positiven Effekt der Demokratisierung der Energieversorgung bedeutet das aber auch für alle Gemeinden im Bereich der Haushaltsplanungen eine wichtige Größe: Die ersten PV-Anlagen sind bereits über 10 Jahre in Betrieb und die Erträge werden die Einkommenssteueranteile in den Kommunen langfristig sichern. Sie hoffe, dass die Gemeinde auch künftig auf einem vorderen Platz in der Solarbundesliga mitspielen könne, so Ruth Müller auf der Intersolar. Der gute Platz sei auch dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die auf erneuerbare Energien setzen, geschuldet und natürlich auch den Handwerksbetrieben, die seit vielen Jahren unkompliziert mit ihr zusammen arbeiten.

Foto: Interview Andreas Witt (Solarthemen) mit Ruth Müller (SPD-Gemeinderätin Pfeffenhausen)

 

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