SPD Pfeffenhausen – älter als die Bundesrepublik

Veröffentlicht am 23.05.2009 in Presse

Am 20. Mai 2007 konnte der SPD-Ortsverein Pfeffenhausen sein 60jähriges Bestehen feiern. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Landesvorsitzenden, MdB Florian Pronold wurde in der Freiberger-Anlage ein Walnussbaum gepflanzt. Zwei Jahre später konnten sich die Pfeffenhausener SPD-Verantwortlichen vom Gedeihen des Walnussbaums überzeugen und stellten fest: „Die SPD Pfeffenhausen ist älter als die Bundesrepublik“. Am 24. Mai 1949, genau vor 60 Jahren, trat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Allerdings lehnte, als einzige in Deutschland, die CSU-Mehrheit im Bayerischen Landtag das Grundgesetz ab. Damals dachte sicherlich niemand daran, dass das Grundgesetz zur allgemein anerkannten und respektierten Grundordnung unseres Landes werden würde. Die Menschen waren damals, kurz nach der totalen Niederlage der menschenverachtenden Nazi-Diktatur, von anderen Problemen geplagt, wie die Sorge ums tägliche Brot und die Städte lagen in Trümmern. Damit waren die Voraussetzungen für die Geburt eines neuen, demokratischen Gemeinwesens alles andere als günstig, würdigte Altbürgermeister Arno Wolf das Jubiläum. Bewundernswert sei auch, dass bereits 1947 in Pfeffenhausen die Gründung des SPD-Ortsvereins erfolgte – einer der ältesten Ortsvereine im Altlandkreis Rottenburg. „Die politische Arbeit in einer Partei müsse auch als „Generationenvertrag“ verstanden werden, verdeutlichte die Ortsvorsitzende Ruth Müller, die den SPD-Ortsverein nun seit über fünf Jahren führt. Sie freue sich immer, wenn sie Mitglieder für jahrzehntelange Zugehörigkeit ehren könne – doch das sei nicht selbstverständlich. Kontinuität, das Anpassen an den Zeitgeist und ein Zusammengehörigkeitsgefühl auf der Grundlage der gemeinsamen Werte von Freiheit, Gleichheit und Solidarität seien die Basis für eine erfolgreiche Parteiarbeit. Blättere man in den alten Unterlagen, so könne man feststellen, dass z. B. die „Gleichstellung von Mann und Frau“ bei der SPD ernst genommen werde und auf den Wahlvorschlägen sowohl qualifizierte Männer als auch Frauen zu finden waren. Die SPD habe rechtzeitig Trends erkannt und Themen besetzt, sei es bei der Einführung der Ganztagsschule, bei der Solarbundesliga oder bei der Gründung eines Marktentwicklungsausschusses gewesen, merkte Edgar Tretter an, der seit über 40 Jahren Parteimitglied ist, als Ortsvorsitzender tätig war und dem Pfeffenhausener Gemeinderat seit 1984 angehört. Auch überregional habe die SPD Pfeffenhausen seit vielen Jahren politisches Gewicht – mit Karl Pollhammer, Arno Wolf und Ruth Müller habe man auch über Jahrzehnte hinweg SPD-Kreisräte aus Pfeffenhausen gestellt. Doch man dürfe sich nicht auf dem Erreichten ausruhen und müsse auch weiterhin Visionen für die Gemeinde und den Landkreis entwickeln, stellte stellvertretender Ortsvorsitzender Thomas Niederreiter fest. Und so sei der SPD-Ortsverein Pfeffenhausen auch federführend an der Entwicklung des SPD-Arbeitskreises „Labertal“ beteiligt gewesen, der sich über vier Landkreise und zwei Regierungsbezirke erstreckt. „Wir haben gemeinsam ein rotes Netzwerk im Labertal geschaffen, das den Blick über den Tellerrand und einen Erfahrungsaustausch ermöglicht“. Erfreulich sei, dass auch in den letzten Jahren immer wieder neue Mitglieder in den SPD-Ortsverein eingetreten seien. „Wir wollen ja auch in 10 oder 20 Jahren wieder langjährige Mitglieder ehren und unseren Nachfolgern ein gut bestelltes Haus übergeben“, machte stellvertretender Ortsvorsitzender Tino Melisch deutlich.

 

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