Von links: Ruth Müller und Rosi Steinberger (rechts und 3. vom rechts) mit Experten beim Bildungsgespräch. Die dauerhafte Sicherstellung der Finanzierung des Modells Landshut und die Umsetzung des Kooperationsmodells von Haupt- und Realschule standen im Mittelpunkt eines Treffens der Kreisvorsitzenden der Grünen und der SPD in Pfeffenhausen.
Neben der Kreisvorsitzenden Ruth Müller nahmen für die SPD die stellvertretende Vorsitzende Kerstin Schanzer sowie der Neufahrner Bürgermeister Bernhard Zauner, die Bildungsbeauftragten des Kreisverbandes Herbert Lohmeyer und Sebastian Hutzenthaler teil. Die Grünen waren mit ihren beiden Kreisvorsitzenden Rosi Steinberger und Günther Sandmeyer vertreten.
Die Idee zu dem Meinungsaustausch entstand, weil die Parteiprogramme von Bündnis 90/Die Grünen und SPD gerade im Bereich der Bildungspolitik große Schnittmengen haben. „Bei dieser Ausgangslage bietet es sich an, sich zusammen Gedanken über die Bildungslandschaft im Landkreis Landshut zu machen und zu versuchen, gemeinsame Interessen auch gemeinsam voranzutreiben“, so der grüne Kreisvorsitzende Günther Sandmeyer.
„Eine Einrichtung wie das Modell Landshut ist zwar nur ein Reparaturbetrieb, aber als solcher dringend nötig und daher muss sein dauerhafter Bestand sichergestellt werden“, meinte die Kreisrätin der Grünen, Rosi Steinberger. Die Volkshochschule benötige eine klare Planungsgrundlage, die nicht von einem Jahr aufs nächste wieder in Frage gestellt werden kann. Die Kosten für einen nachgeholten Hauptschulabschluss seien verschwindend gering im Gegensatz zu den oft anfallenden Sozialhilfekosten bei fehlender schulischer Grundqualifizierung. Außer den ökonomischen Fakten soll es für den sozialen Landkreis selbstverständlich sein, dass jeder Interessierte die Chance erhält, den Qualifizierenden Hauptschulabschluss nachzuholen oder auch einen schlechten Hauptschulabschluss zu verbessern.
Außer der klaren Forderung an den Landkreis bezüglich des Modell Landshuts war man sich einig, dass man mindestens einen der Schulversuche zur Kooperation von Haupt- und Realschule im Landkreis haben will. Dieses Modell, das im Koalitionsvertrag von CSU und FDP festgeschrieben ist, kann helfen, das Sterben der kleinen Schulen zu verhindern, wenn es das Modell der regionalen Schulentwicklung vom BLLV zur Grundlage hat, bekräftigte Sebastian Hutzenthaler, der zugleich stellvertretender BLLV-Vorsitzender im Landkreis Landshut ist. Da in Essenbach in dieser Richtung bereits viele Vorarbeiten geleistet wurden, wollen sich die Vertreter der beiden Parteien gemeinsam dafür einsetzen, dass ein solcher Schulversuch dort durchgeführt wird.
Die Kreisvorsitzenden vereinbarten, sich in Zukunft regelmäßig treffen zu wollen. „Die Probleme im Bildungsbereich sind vielfältig und das Ziel muss sein, zusammen mit der Stadt Landshut eine regionale Bildungslandschaft zu gestalten, bei der alle Bildungseinrichtungen von der Kindertagesstätte bis zum Seniorenstudium mit erfasst sind“, meinte abschließend Ruth Müller, auch SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag.