Hans-Peter Rank, Harald Ferstl, MdL Ludwig Wörner, Ruth Müller und Arno Wolf
SPD-Umweltpolitiker informierte sich über Umweltkonzept der Brauerei Pöllinger
SPD-Umweltpolitiker informierte sich über Umweltkonzept der Brauerei Pöllinger
Auf Einladung der beiden SPD-Politiker Arno Wolf und Ruth Müller besuchte der energie- und umweltpolitische Sprecher der SPD im bayerischen Landtag Ludwig Wörner die Brauerei Pöllinger, um sich über das innovative Regionalkonzept zu informieren und Probleme zu diskutieren.
Hans-Peter Rank informierte den Politiker über das Umweltkonzept der Brauerei: So habe man in der Brauerei durch den Einsatz neuer Kochtechnik im Sudhaus den Co2 Ausstoß halbieren können. Durch die neue Flaschenfüllanlage könnten rund 50% Energie eingespart werden, ebenfalls spare man Wasser durch die neue Waschanlage. Allerdings habe dies die negative Begleiterscheinung, dass dadurch das Abwasser höher konzentriert sei als früher. Die Brauerei habe eine eigene Kläranlage gebaut, hier gelte es nun in Abstimmung mit den verantwortlichen Ingenieuren die optimale Steuerung zu finden, damit die Kläranlage zufrieden stellend arbeitet. Seit einigen Jahren speist eine große Photovoltaikanlage „Strom von der Sonne“ ins Netz ein, erläuterte der engagierte Unternehmer.
Das Regionalisierungskonzept „Sommergerste statt Mais“ stellte Braumeister Harald Ferstl vor. Hier soll der Kontakt zwischen Erzeuger und Brauerei verbessert werden. Während in den vergangenen Jahren der Anbau von Mais verstärkt zugenommen hat, hat die Brauerei nun mit vier Landwirten Abkommen getroffen, wieder Braugerste anzubauen und sichert die Abnahme zu, stellte Ferstl das Konzept kurz vor. „Wir wollen in der Region erzeugen und verkaufen“, fasste Rank zusammen.
Ein weiteres Problem sprachen die beiden bayerischen Bierbrauer an: Durch die große Nachfrage nach Zucker für die Biogasanlagen steigen die Preise für diesen Süßstoff. Gerade im Bereich der Limonaden- und Saftabfüllung sei man aber auf stabile Preise und zuverlässige Lieferanten angewiesen, so Hans-Peter Rank.
Hier zeigt sich der negative Trend, dass Nahrungsmittel immer mehr zum Spekulationsobjekt der Finanzmärkte werden. Die Politik ist hier gefordert, dass wieder die Nachfrage der Konsumenten und das Angebot der Landwirte den Preis bestimmen und nicht die Finanzhaie und Spekulanten, stimmten Ludwig Wörner und Ruth Müller überein. Für mittelständische Betriebe seien solche „Finanzspielereien“ existenzbedrohend, machte Hans-Peter Rank deutlich.
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