Landkreisstraßen im Gemeindebereich werden saniert

Veröffentlicht am 22.04.2012 in Presse

Altbürgermeister Arno Wolf (Mitte) informierte über die Landkreis-Politik

SPD Pfeffenhausen informierte sich vor Ort

Über ein viertel Jahrhundert gehört Altbürgermeister Arno Wolf dem Kreistag von Landshut an – seit vielen Jahren ist er im Tiefbau-Ausschuss tätig. So lag es nahe, dass sich die Pfeffenhausener SPD-Mitglieder aus erster Hand vor Ort über die geplanten Tiefbaumaßnahmen des Landkreises von ihm informieren ließen.

Zwei Straßen im Gemeindebereich Pfeffenhausen werden im Rahmen der Deckenerneuerungen in diesem Jahr verbessert, so Arno Wolf: Zum einen die Kreisstraße von der Landkreisgrenze bei Rainertshausen bis zur Auffahrt auf die B299 nach Egglhausen, was eine Länge von 5,2 km entspricht. Der Auftrag wurde zum Preis von 343.208 Euro bereits vergeben, konnte Wolf berichten. Die zweite Deckenerneuerung wird den Abschnitt Holzhausen in die Moosburgerstraße betreffen, so Arno Wolf. Für die 1090 m lange Sanierung seien Kosten in Höhe von rund 282.000 Euro vorgesehen.

Der Tiefbau-Ausschuss führe jedes Jahr, bevor die Haushaltsberatungen beginnen, zwei Bereisungen im Landkreis durch, bei denen die Mitglieder des Ausschusses die Verhältnisse und Straßen im Norden und Süden des Landkreises in Augenschein nehmen, berichtete Wolf von der Vorgehensweise im Ausschuss.

Auch den von der Gemeinde Pfeffenhausen beim Landkreis beantragte Geh- und Radweg von Egglhausen nach Rainertshausen sprachen die SPD-Mitglieder an. Wolf berichtete von der letzten Tiefbauausschuss-Sitzung, in der dieser Antrag behandelt wurde. Aus Sicht der Tiefbauabteilung sei diese durchgehende Verbindungsstrecke von Pfeffenhausen nach Rainertshausen im Rahmen der Verbesserung der Verkehrssicherheit begrüßt worden. Derzeit liegen im Landkreis jedoch rund 49 Kilometer Rad- und Gehwege zur Planung und Durchführung vor, von denen einige bereits seit einigen Jahren auf der Warteliste stehen.

Angesichts der großen Investitionen beispielsweise für den Neubau und die Sanierung der Berufsschulen und den Neubau des Gymnasiums in Ergolding und steigender Ausgaben im sozialen Bereich habe der Kreistag bei den Haushaltsberatungen beschlossen, neue Investitionen zu stoppen. Deshalb sei der Antrag der Gemeinde Pfeffenhausen lediglich „zur Kenntnis genommen worden“, wobei es der Gemeinde selbstverständlich frei stünde, diesen Geh- und Radweg in Eigeninitiative zu bauen und die Zuschussmittel selbst in Anspruch zu nehmen.

Eine weitere große Investition tätige der Landkreis im nördlichen Landkreis Landshut, erläuterte die Fraktionsvorsitzende Ruth Müller den SPD-Mitgliedern. Für den Neubau einer AHB-Einrichtung (Anschluss-Heil-Behandlung) an der Schlossklinik sind rund 5,75 Millionen Euro eingeplant. Das neue Gebäude, das neben der Schlossklinik entsteht wird mit einem Glasbau an das Krankenhaus angebunden. Reha-Patienten können ab Herbst 2012 hier nach einer Hüft- oder Knieoperation wohnortnah ihre Rehabilitaionsphase antreten. Für 30 Patienten ist diese neue Einrichtung geplant und dadurch entstehen auch wieder einige neue Arbeitsplätze in unserer Region, so Ruth Müller. Die medizinische Grundversorgung sei durch die Schlossklinik gewährleistet, da die chirurgische Notfallambulanz und der Notarztstandort rund um die Uhr als zentraler Anlaufpunkt bei Notfällen vorhanden sind.

„An dieser wichtigen Einrichtung werden wir auch weiterhin festhalten“, versicherten die beiden Kreisräte Arno Wolf und Ruth Müller. Für eine älter werdende Gesellschaft muss die ärztliche Versorgung auch im ländlichen Raum sicher gestellt sein.

 

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