Vorsitzender Thomas Niederreiter (Mitte) konnte Karl Pollhammer (rechts) und Ruth Müller (links) ehren.
Zwei Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Pfeffenhausen.
Zwei Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Pfeffenhausen.
Vorsitzender Thomas Niederreiter bedankte sich bei Ruth Müller für ihre 10jaehrige Mitgliedschaft bei der SPD. Bei der Kommunalwahl 2002 war Müller erstmals für die SPD im Gemeinderat angetreten und konnte auch auf Anhieb ein Mandat erreichen. Im SPD-Ortsverein übernahm sie schon 2004 das Amt der Ortsvorsitzenden, das sie 7 Jahre ausübte. Als Kreis- und Fraktionsvorsitzende und Pressesprecherin der niederbayerischen SPD sei Müller auch überregional aktiv, so Niederreiter.
Eine besondere Ehrung wurde Karl Pollhammer zuteil. Seit 40 Jahren gehört er der SPD an und hat in vielen Funktionen beim Ortsverein Verantwortung übernommen, bedankte sich Niederreiter. Als Ortsvorsitzender, Bürgermeisterkandidat und Schriftführer habe er stets für die Idee der Sozialdemokratie gekämpft. 1972 konnte er für die SPD als Kreisrat in den Kreistag des neu gegründeten Landkreises Landshut einziehen. Für sein außerordentliches Engagement wurde Karl Pollhammer bereits 2007 im Rahmen der 60-Jahr-Feier des SPD-Ortsvereins von MdB Florian Pronold die Willy-Brandt-Medaille verliehen.
Kreisvorsitzende Ruth Müller bedankte sich im Namen der Landkreis SPD bei Karl Pollhammer für seine Treue zur SPD und lud ihn noch einmal persönlich zur 40-Jahr-Feier nach Vilsbiburg ein. 1972 sei eine spannende Zeit gewesen, in der es Willy Brandt gelungen sei, die Menschen für Politik und mehr Demokratie zu begeistern. Ähnliches erlebe man nun wieder, so Müller. In Bayern und im Bund bahne sich ein Politikwechsel an. Und dafür lohne es sich auch heute wieder zu kämpfen, um mehr soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit zu erreichen.
Auch der ehemalige Ortsvorsitzende Konrad Reithmeier erinnerte an die Zeit um 1972. Der Leitspruch sei damals gewesen: "Wo ein Willy ist, ist auch ein Weg". Für die Zukunft wünsche er sich, dass die SPD wieder auf dem Weg des Erfolgs unterwegs sei.
Ortsvorsitzender Thomas Niederreiter konnte bei seinem Rechenschaftsbericht über zahlreiche Aktionen der SPD Pfeffenhausen berichten. Die Fossiliensuche sei wieder erfolgreich gewesen, auch 2012 werde man dies im Rahmen des Ferienprogramms anbieten. Die SPD Pfeffenhausen habe beim Infostand zahlreiche Unterschriften für die Abschaffung der Studiengebühren gesammelt und sich an den Aktionen zum Atomausstieg beteiligt. Gemeinsam mit dem SPD AK Labertal habe man Veranstaltungen zum Trinkwasserschutz, gegen Rechtsextremismus und für Zivilcourage durchgeführt. Zu aktuellen Themen habe man jeweils einen „Treffpunkt Kommunalpolitik“ abgehalten, wie beispielsweise zum Bau des Seniorenheims oder zu den geplanten Straßensanierungen im Gemeindebereich durch den Landkreis.
Die letzte Aktion vor der Jahreshauptversammlung sei am Karsamstag der Infostand mit den „Roten Eiern“ gewesen. Kurz entschlossen habe man hier gleich Unterschriften für den Ausbau der Kinderbetreuung gesammelt – eine Petition, die von der BayernSPD initiiert wurde. Eltern haben nur dann eine Wahlfreiheit, wenn sie sich darauf verlassen können, bei Bedarf einen Betreuungsplatz zu bekommen. Mit einer Ganztagsbetreuungsquote von gerade einmal 5,9 Prozent liegt Bayern auf dem letzten Platz der bundesdeutschen Länder. „Mit dem Betreuungsgeld soll von fehlenden Plätzen in Bayern abgelenkt werden“, waren sich die Sozialdemokraten in der Diskussion einig. Die Berufs- und Verdienstchancen von Frauen leiden darunter und später auch die Renten.
Im Ausblick auf die kommenden Wochen informierte Thomas Niederreiter noch über die Veranstaltung zur Gemeinschaftsschule und die Infotour mit dem AK Labertal zum Trinkwasserschutz.
Die Bundestags- und Landtagswahlen werfen ihre Schatten voraus und so wurden in geheimer Wahl auch die Delegierten für die Bundeswahlkreis- und Stimmkreiskonferenz gewählt: Für die Aufstellung des Bundestagskandidaten wurde Ruth Müller als Delegierte gewählt und an der Stimmkreiskonferenz nehmen die beiden Ortsvorsitzenden Thomas Niederreiter und Ruth Müller als Delegierte teil. Ersatzdelegierte sind Arno Wolf und Ludwig Fischer. Die SPD will 2013 im Bund und im Land ein Ende der schwarz-gelben Regierung erreichen. Alleine der Skandal um die bayerische Landesbank habe die Steuerzahler Milliarden gekostet, die nun mit einem „Bayern-2030-schuldenfrei“-Versprechen eingespart werden müssen. Dies werde auf Kosten der Sozialleistungen und der Kommunen geschehen, befürchten die Sozialdemokraten.
Gemeinsam mit dem designierten Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Christian Ude werde man für ein sozialeres und gerechteres Bayern eintreten – beispielsweise für ein Bayern ohne Studiengebühren.
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